Beim Heurigen in Traiskirchen

Dienstag, 15. März 2016

Kathleen Ferrier - A voice that embraced a nation

Eine vollkommene, aber "unvollendete" Sängerin war die Altistin Kathleen Ferrier. In einem kleinen Dorf in Lancashire namens Higher Walton wurde sie am 22.04.1912 in einfachen Verhältnissen geboren. Schon früh erkannte man ihr Talent jedoch musste sie die Schule mit 14 Jahren verlassen. Die Eltern konnten das Schulgeld und schon gar nicht das Geld für den Klavierunterricht aufbringen.

Das Geburtshaus in der Blackburn Road in Higher Walton



Fortan jobbte sie bei der Post , sang nebenbei in Chören, nahm Klavierunterricht und nahm an Wettbewerben teil.
Der erste Preis beim Carlisle Festival im Jahr 1937 brachte den Wendepunkt in ihrem Leben.Sie bekam Angebote, wurde gefördert und tourte während des Krieges durch Grossbritannien um den Menschen in den Fabriken und Dörfern ein wenig Freude zu machen. 
Unterstützung fand sie in ihrer Schwester die sie auch dazu bewegte 1942 nach London zu gehen um weiter an ihrer Stimme zu arbeiten.


Mit dem Tenor Peter Pears  während des Edinburgh Festival


Ombra mai fu aus Händel´s Xerxes

1948 das erste Konzert in New York, weitere sollten folgen. Sie sang unter den berühmtesten Dirigenten ihrer Zeit, Benjamin Britten, Herbert von Karajan, Clemens Krauss um nur einige zu nennen. 
Zu ihrem Repertoire gehörten u. a. Mahler, Bach, Händel, Schubert, Schumann, Elgar.
1944 machte EMI die ersten Aufnahmen mit ihr die aber erst 35 Jahre später, lange nach ihrem Tod, veröffentlicht wurden.

Agnus Dei - Bach

1951 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Sie wurde behandelt, erfolgreich wie sie glaubte. Sie arbeitete weiter. Die nachfolgende Aufnahme ist aus diesem Jahr. Entschuldigt die Qualität, sie ist immerhin 65 Jahre alt.

Land of Hope and Glory, 1951

Am 8. Oktober 1953 starb Kathleen Ferrier in London an Krebs.
Welch eine Verschwendung des Lebens.
Sie hatte eine außergewöhnliche Stimme, kraftvoll mit einem einzigartigem Timbre und immer lag auch ein Stück Melancholie darin.

Kathleen Ferrier

Donnerstag, 10. März 2016

Ostern steht vor der Tür



Nun dauert es nicht mehr lange, dann ist Ostern

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass wir Ostern viel freudiger und fröhlicher feiern als Weihnachten?

Obwohl Jesus kurz vorher gestorben und an Weihnachten doch geboren wurde, merkwürdig.
Hängt vielleicht mit den heidnischen Gebräuchen unserer Vorfahren zu jener Zeit zusammen. Der Frühling, alles ist im Neubeginn, die Eier als Symbol der Fruchtbarkeit, so war es schon in der Antike.




Dieses Bild hat meine Pariser Freundin Annemarie mir geschickt.
Oeufs
Das sieht doch toll aus !

Vor ein paar Tagen war ich in einem großen Floristen- und Gartengeschäft, dem Ostertrend auf der Spur.
Dieses Jahr ist es nicht so bunt.



Von Rosa bis Pink auf eine dezente Art, wie ich finde



Verspiegelte Kerzengläser kann man nie genug haben



Süße Hasen



Eine pinke Badenixe schwamm auch vorbei
Mit wem hat sie nur Ähnlichkeit?


Dann ging es zur Abteilung Naturtöne


Also mir fehlt da ein bisschen Farbe. Das erinnert mich doch sehr an das, was ich jeden Morgen da draußen in der trüben Landschaft sehe.



Hasenparade


Der musste mit





Wie wahr!



Ich hole Ostern wieder meine Hasen von Catherines Collections hervor


Und die schönen Glaseier mir den Polka Dots


Mein süßes Bunny


Für die beste Mama die ich habe


Meine Deko-Idee für Euch

Werden bei Euch auch noch traditionell die Ostereier gefärbt?
Legt Ihr auch zu Ostern Soleier ein?
Viel Freude bei den Vorbereitungen und schönes Wetter wünscht Euch die Barbara.



Donnerstag, 3. März 2016

Through the garden gate in February




Through the garden gate, ist die wundervolle Idee von
Sarah, Down by the sea, die jeden Monat für uns ihre Gartenpforte in einem der schönsten Landstriche Europas, in Dorset, öffnet. Jeder darf mitmachen und so, über das Jahr verteilt, verfolgen, wie ein Garten dem Wandel der Jahreszeiten unterliegt.


Hier ist noch nicht viel los. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Mal weht der Wind von Osten, dann ist es bitterkalt, mal weht der Wind von Westen, dann kommt der Regen von der Atlantikküste zu uns herüber gezogen mit milden Temperaturen.


Ich beschränke mich immer noch größtenteils, bei einer Tasse Kaffee, Pläne für das neue Gartenjahr zu schmieden.
Ein bisschen dekoriert habe ich aber schon einmal.


Ein paar vorgezogene Osterglocken halten dem Wetter in einer geschützten Ecke schon Stand.


Und Ostern ist ja auch nicht mehr weit.


Das alte Fahrrad wurde auch ein bisschen herausgeputzt.


Was die Flora anbetrifft, so sagen sich hier zur Zeit noch die Füchse "Gute Nacht"


Aber der Himmel über Dortmund kann im Winter so atemberaubend blau sein.
Die Blümchen sind nicht echt, aber ohne sah es nicht so heiter aus.


Das ist doch mal eine tolle Idee!
Durch die Pforte einen neuen Gartenraum betreten.
Das möchte ich auch haben.

Welche Ideen schwirren Euch im Kopf herum?
Was für Gartenprojekte plant Ihr in diesem Jahr?
Schließt Euch doch Sarahs´ Einladung an und öffnet Eure Gartentore.

Eine schöne und hoffentlich bald wärmere Zeit wünscht Euch die

Barbara







Dienstag, 23. Februar 2016

Russischer Borschtsch - Rezept meiner Tante Anna aus Russland

Was ich sehe, wenn ich aus dem Fenster schaue ist nicht gerade erbaulich.



Raindrops keep falling on my head

Regen, nichts als Regen und das schon seit Tagen. Wiesen stehen unter Wasser, die Wasserstände von Ruhr und Lippe sind schon kritisch angestiegen. 
Keine Katze will vor die Tür, sie bleiben lieber kuschelig auf dem Sofa liegen.


Uns bekommt hier keiner weg

Dann rief Tante Anna an. Tante Anna ist die Frau meines Onkels Heinrich. Sie kommt ursprünglich aus Russland, hat ein Herz so groß wie Brasilien und kann wunderbar kochen. 
Sie meinte, heute wäre das richtige Wetter um ein gutes, Herz-,Seele und Magen erwärmendes russisches Borschtsch zu kochen.
Borschtsch, dieses essbare, herrlich schmeckende russische Kulturgut. Nebenbei bemerkte Tante Anna, dass russischer Borschtsch schon ein Anti-Aging Mittel war, als dieses Wort hierzulande noch nicht erfunden war. Diese Suppe ist lecker, kalorienarm und supergesund.
Habt Ihr Lust auf Borschtsch?
Los geht´s!

Hier die Zutaten für 10 Portionen


Kartoffeln - in Würfel schneiden
Rote Beete - reiben
Möhren - reiben
Zwiebeln - in Würfel schneiden
Tomaten - in Würfel
Paprika - in Streifen
Knoblauch - 4 Zehen pellen aber ganz lassen
1/2 Zitrone - Saft der Zitrone
3 Lorbeerblätter
1 kleiner Weißkohl - Strunk entfernen und Kohl in dünne Streifen schneiden
2 Beinscheiben vom Rind (Vegetarier können Borschtsch auch ohne Fleisch zubereiten)
4 Liter Brühe - Rind- oder Gemüsebrühe
Sonnenblumenöl
3 Esslöffel Tomatenmark
Grobes Meersalz
Schwarzer Pfeffer
1 Töpfchen Sauerrahm oder Creme fraiche
1 Bunde Petersilie


Beinscheiben in Sonnenblumenöl von beiden Seiten scharf anbraten


Vegetarier lassen das Fleisch natürlich weg und braten stattdessen die Kartoffeln in dem Öl kurz an.


Alles mit gut 4 Litern Fleisch- oder Gemüsebrühe angießen
Die Fleischesser lassen nun die Brühe mit den Beinscheiben aber ohne die Kartoffeln ca. 1 gute Stunde köcheln , anschließend die gewürfelten Kartoffeln in die Brühe geben.

.
In der Zwischenzeit werden die Zwiebeln angeschwitzt, ein bisschen Farbe dürfen sie schon bekommen


Dann geben wir die geriebenen Möhren und Rote Beete hinzu und lassen das ganze schmoren. Ab und zu wird etwas Brühe aus dem Fleischtopf hinzugefügt.


Die in Streifen geschnittene Paprika und die gewürfelten Tomaten nicht vergessen


Dieser Mischung wird zum Schluss noch ca. 2-3 Esslöffel Tomatenmark hinzugefügt. Alles gut vermischen und...


dann in den Topf mit der Fleischbrühe und den Kartoffeln geben.
Die Beinscheiben kann man vorher herausnehmen.


Nun gibt man die Lorbeerblätter und den in Streifen geschnittenen Weißkohl dazu und lässt alles nochmal eine gute 1/2 Stunde köcheln. Danach schmeckt Ihr das ganze mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft ab, je nach Geschmack.


Serviert wird die Suppe mit einem Klecks Sauerrahm oder Creme fraiche und gehackter Petersilie.
Dazu passt ein herzhaftes Bauernbrot mit Sauerrahm oder Butter bestrichen.
Übrigens schmeckt die Suppe am 2. Tag meist noch besser und nicht vergessen: Borschtsch ist pures Anti-Aging!
Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!
Prijatnogo Appetita!



Als die Suppe fertig war, zog dann auch der Himmel auf.
Das lässt hoffen!