Winterwunderzauberschöne Grüße

Winterwunderzauberschöne Grüße
Schloss Nordkirchen - Das westfälische Versailles

Mittwoch, 21. November 2012

Wandlungsfähig

Ich liebe die Veränderung, nichts ist schlimmer als Stillstand. Man kann sich und sein Umfeld immer neu erfinden und sollte es auch tun. Sich einfach mal von einer Stimmung, einer Impression, Euren inspirierenden Dekorationen und Ideen  leiten lassen und etwas neues ausprobieren, finde ich sehr erfrischend und bringt manchmal ein völlig neues Lebensgefühl hervor. Eine neue Wandfarbe, ein paar neue Kissen, Gardinen, ja sogar das schlichte Umplatzieren von Bildern, kann eine enorme, neue Wirkung auf den Betrachter erzielen. Manchmal meinen Gäste dann sogar, man hätte sich komplett neu eingerichtet. Nein! Es ist nur ein anderes Arrangement aus den vorhandenen Dingen entstanden, man komponiert ein neues Lebensgefühl, ist Dirigent(in) des eigenen Wohlbefindens. Es ist all das erlaubt, was gefällt, keine Grenzen, keine Tabus. 
Mein Wohnzimmer, besser klingt doch wohl Lebensraum oder wie meine Pariser Freundin Annemarie immer sagt, der Salon, hat sich auch einer Wandlung unterziehen müssen. Vorher sehr  britisch gehalten (warmes Rot, schottische Tartanmuster, paßt natürlich hervorragend zur Weihnachtszeit und gefällt mir nach wie vor), hat er nun durch den veränderten Anstrich in einem hellen Sandstein, neuen Kissenhüllen und Hussen, eher einen französischen Landhausstilcharakter bekommen. Der französische Kaminspiegel reflektiert das einfallende Licht des gegenüber liegenden Fensters, der Raum wirkt klarer, offener. Überhaupt sind Spiegel, finde ich, in kleinen Räumen wichtig, da sie den Zimmern die Illusion von Größe geben. In unserem 200 Jahre alten Cottage gibt es viele, kleinere Räume, die Dank der richtigen Platzierung von Spiegeln eine gewisse Großzügigkeit vortäuschen. Probiert es einfach mal aus ....Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?

Der Salon im weihnachtlichen Rot
Schottische Tartanmuster, very british und urgemütlich
Der beste Platz ist am Ofen
Hereinspaziert
Das Bed&Breakfast im Winterkleid
Einer meiner alten Öfen
Der veränderte Salon
Gemütlich ist es immer noch
Rudolph alias Pippo
Ich bewundere Katzen um ihre Gelassenheit
Otti´s kätzische Meditationsstunde

Sonntag, 18. November 2012

Christmas Shopping in Münster


Nachdem ich nun so die Werbetrommel für das weihnachtliche Rothenburg gerührt habe, ist heute nun mal meine Heimatregion an der Reihe, Westfalen! Eine der schönsten Städte Deutschlands ist für mich Münster. Eine wunderschöne Altstadt, schöne Kirchen, Museen, ein grünes Umland mit unzähligen Schlössern und Wasserburgen, all das, hat vor ein paar Jahren Münster den Titel der "lebenswertesten Stadt Deutschlands" eingebracht. Nicht nur, aber besonders zur Weihnachtszeit, hat Münster, die Stadt des westfälischen Friedens,einen ganz besonderen Charme. Auf den Weihnachtsmärkten, die sich über die gesamte Altstadt, rund um den Prinzipalmarkt und St. Lamberti verteilen, findet man noch schönes, altes Kunsthandwerk und wenn dann noch leise der Schnee rieselt, dann ist das Weihnachtsglück vollkommen. Den höchsten Weihnachtsbaum der Welt, den haben wir hier in Dortmund, den größten Charmefaktor hat aber zweifelsohne Münster.

 Weihnachtsmarkt in Münster
 Am Prinzipalmarkt
 Prinzipalmarkt mit St. Lamberti im Hintergrund
 Verschneites Münster


Münsters gute Stube

Donnerstag, 15. November 2012

Christmas Shopping in Rothenburg ob der Tauber


Wer schon einmal von Euch in Rothenburg ob der Tauber war, weiß, welch Zauber diese Stadt versprüht, nicht nur zur Weihnachtszeit. Für alle ultimativen Christmas Lovers gibt es dort den Laden von Käthe Wohlfahrt, in dem man ganzjährig alles rund um Weihnachten erstehen kann. Himmlisch! Es duftet nach Äpfel, Nuss und Mandelkern, allerorten himmlische Weihnachtsklänge, man fühlt sich wie ein Kind.
Alle Weihnachtsjäger- und sammler sollten mal Rothenburg besuchen, unweit von Würzburg, es lohnt sich!

 Vorweihnachtliches Rothenburg
 Rothenburg ob der Tauber
 Wie in einer anderen Zeit

 Von Deutschland aus, hat der Christbaum seinen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, Gatte von Königin Victoria von England, brachte ihn aus seiner deutschen Heimat im 19. Jahrhundert mit nach Britannien. Heute steht er weltweit zur Weihnachtszeit in jeder guten Stube, verzaubert die Menschen mit seinem Lichterglanz und ist ein Symbol der Hoffnung.Millionen Menschen schmücken ihn liebevoll auf ihre ganz besondere Art, die Auswahl an Baumschmuck ist riesengroß. 
Ich möchte ihn nicht missen, den grünen Baum, der für mich immer noch etwas magisches ausstrahlt (und kann mich auch meist sehr schlecht von ihm trennen).
Doch nicht nur der Baum der Bäume gehört zur typisch deutschen Weihnacht dazu. Da gibt es noch die schönen, erzgebirgischen Pyramiden, deren Kerzenschein so herrliche Lichtbilder unter die Zimmerdecke wirft (nicht die aus China, wo die Püppchen alle Reiskornaugen haben), die Nussknacker, die stolz ihre Uniformen tragen, die Räuchermännchen, die balsamische Düfte verströmen, die Schwibbögen, die die Fenster in der dunklen Zeit erhellen, Glasschmuck in Hülle und Fülle und wer´s mag, auch das Engelhaar, der Adventskranz mit seinen 4 Kerzen, der uns als Kinder die Zeit bis zum Heiligen Abend versüßt hat, weil Mama immer die Lücke in der Mitte mit weihnachtlichen Leckereien gefüllt hat (als Deko fanden sich drauf natürlich immer, 
                    kleine, aus Watte gedrehte Fliegenpilze). Ja, so war das früher und ganz ehrlich, ich mag das 
                    auch noch heute!
                    Wie sieht Euer Baum aus, stehen bei Euch auch Schwibbögen in den Fenstern?Welche 
                    Traditionen laßt Ihr weiterleben?

Der abgebildete Weihnachtsschmuck, Pyramide, Nussknacker etc. stammt allesamt von Käthe Wohlfahrt.

Euch allen, wo immer Ihr seid, viel Freude beim Dekorieren, Basteln, Backen und Genießen in der Vorweihnachtszeit!

Und versucht Euch mal ein bißchen zu entschleunigen, denn Heilig Abend ist immer und war auch immer am 24.Dezember und daran wird sich auch in den nächsten 100 Jahren nichts ändern.







Dienstag, 13. November 2012

Eton Place Würzburg - Schönes aus England

In Würzburgs Altstadt, unweit der alten Mainbrücke, gibt es Beim Grafeneckart 2, einen wunderschönen Laden. Wenn ich in Würzburg bin, führt mich kein Weg daran vorbei. Schönes aus England findet man dort und vergißt beim Stöbern auch schon mal die Zeit, so viel gibt es dort zu entdecken. Herzlich und kompetent wird man am Eton Place von Frau Barbara Müller-Haidmann empfangen und beraten, sie kennt sich aus, auf ihrer "britischen  Insel" und ist es mal etwas mehr geworden, was bei dem umfangreichen Angebot des öfteren vorkommen soll, werden die hübschen Stücke auch per Post an die Heimatadresse verschickt.
Ein Tip für alle, die nach einem besonderen Geschenk suchen, nicht nur zur Weihnachtszeit!

Schönes aus England
 Das Eton Place in Würzburg
 A warm British Welcome
 Eine kleine Insel der Glückseligkeit
Wunderschöne Oblatenpostkarten
 Teamugs in Hülle und Fülle

Montag, 12. November 2012

Mit Würde älter werden....

fällt vielen heute anscheinend schwer. Zu groß sind die Versuchungen der Schönheitsindustrie nicht doch mal ein bißchen Botox hier, ein bißchen Hyaluronsäure da, unter die, der Schwerkraft ausgesetzten Hängepartien zu jagen. Da wird bis zum Umfallen diätet, die Pfunde purzeln, die Laune auch, das Leben wird dem Jugendwahn geweiht. Obwohl genetisch bedingt eher eine 42er Figur das qualfreie Ideal wäre, wird trainiert, geschwitzt, jede Erbse gezählt, bis man rücklings auf dem Bett liegend, wieder seine 36er Jeans aus Teeniezeiten zu bekommt, nicht ohne danach japsend nach Luft zu ringen. Wow, was für ein Erfolgserlebnis!!!Gefragt, nach der plötzlichen, metamorphosischen Verwandlung bekommt man dann zu hören: Viel grüner Tee, 5 Mandeln und drei Rosinen zum Frühstück, viel Sport (bei manchen scheint das Leben dann nur noch aus Sport und verschwitzten, klebrigen Shirt´s zu bestehen), 3 mal täglich Sex (Generation Doof läßt grüßen), jeden Abend eine Quarkmaske mit zerquetschten Gurken Geisterbahneffekt inclusive.....die Liste der abstrusen Mythen ließe sich endlos fortsetzen. Am Ende schreibe ich gar noch ein Buch darüber, dass Millionen hohlköpfiger und  zukünftig auch hohlwangiger Frauen in der Krise zu ihrer neuen "Wohlfühlbibel" erklären. Komischerweise sehen Frauen nach diesen "Wunderkuren" meist NICHT jünger aus und auch NICHT attraktiver, nur eben anders, gewöhnungsbedürftig anders! Sie reden es sich nur ein besser auszusehen, klar, die Schönheitscreme mit Goldpartikeln hat Placeboeffektcharakter (sie ist sündhaft teuer, also muß sie wirken, frei nach dem "Glaube versetzt Berge" Prinzip), sie wollen dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, wollen bewundert werden und verkaufen ihre Persönlichkeit auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten.
Ich persönlich finde diese Entwicklung sehr schade, zeigt sie uns doch überdeutlich, dass die alte Weisheit: "Mens sana in corpore sano" ihre Gültigkeit verloren hat und das es den Menschen schwer fällt schön und würdevoll älter zu werden.


 Wo ist das vertraute, weiche Vollweib geblieben?
 Alter Ego

Wie es auch würde- und stilvoll gehen kann, zeigt uns immer wieder auf bezaubernde, herzliche und ungekünstelte Art und Weise die wundervolle Jutta Speidel. 
Ihr ICH braucht keinen falschen Schein um SEIN zu beweisen.
Chapeau Frau Speidel!

 Die Schauspielerin Jutta Speidel
Was für eine tolle, starke Frau
Jutta Speidel Portrait von Dorothee Walter

Sonntag, 11. November 2012

Rusalka und Das Lied an den Mond

Die Wassernixe Rusalka, aus der gleichnamigen Oper von Antonin Dvorak, hat mich zu einem neuen Schal inspiriert. Rusalka, die Wassernixe, die in den Tiefen des Wassers lebt und zum Gefallen aller Meeresbewohner so betörend singt, als hätte Fortuna die Füllhörner sowohl der Über- als auch der Unterwasserwelt über Rusalka ausgeschüttet, verliebt sich in einen Menschenprinzen und hadert mit ihrem Schicksal. Sie möchte Mensch sein um ihrem Liebsten ganz nah sein zu können und handelt mit der Wasserhexe einen schicksalsträchtigen Deal aus. Tausche Stimme gegen Beine, um es mal ganz platt zu formulieren. Wie es ausgeht wissen all diejenigen, die in ihrer Kindheit das Märchen von der kleinen Meerjungfrau oder Arielle gelesen oder gesehen haben. Der Versuch, etwas anderes sein zu wollen, als man ist, schlägt fehl, viel Drama, viel Tränen und in der Oper Rusalka - eine Menge wunderschöner Musik.
Hört mal rein, in "Das Lied an den Mond", eine Arie voller Seele und Poesie.

Die Farben des tosenden Meeres, das Glitzern und Funkeln des Wassers im Sonnenlicht, Wellen die sich dem Strand hingeben, Wasser das zwischen den Händen zerrinnt, all diese Bilder hatte ich im Kopf und nicht zuletzt Dvoraks teilweise ätherische Musik im Ohr, als mein Rusalka-Schal entstanden ist.
So kann man kreativ ein Wochenende verbringen!



 Stoffinterpretation zu Rusalka
 In den Farben des Meeres
 Ätherischer Organza
 Abendstimmung am Meer
Rusalka, die Wassernixe