Beim Heurigen in Traiskirchen

Montag, 31. Dezember 2012

Bombe Surprise

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Abschied nehmen von 2012. In dem Moment wo der 12te Schlag ertönt ist es passé, Vergangenheit und mit ihm unsere letzten 365 Tage, ad acta gelegt im Buch der Erinnerungen. Vieles ist passiert, dass sich die Menschheit hätte sparen können. Es gibt immer noch zuviel Kriege, Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Elend, Vorurteile, Gewalt und Hunger auf dieser Welt. Zuviel falscher Stolz, Verblendung, Egoismus und Dummheit, zuwenig Bildung, Nächstenliebe und Toleranz.Für das kommende Jahr wünsche ich mir mehr WIR und weniger ICH. Wenn Ihr wollt, dass die anderen sich ändern, fangt bei Euch selber an. Empört Euch und nehmt nicht alles hin, leiht demjenigen Eure Stimme, der selbst nicht reden kann und am Ende des Jahres 2013 ziehen wir alle gemeinsam Bilanz.

Das spektakulärste was uns im Jahr 2012 passiert ist, war der Bombenfund auf unserer Weide. Da schlummerte seit 67 Jahren in ca. 2 Meter Tiefe, eine amerikanische 5 Zentnerbombe aus dem 2. Weltkrieg.
Völlig unscheinbar sah sie aus, als die Männer vom Kampfmittelräumdienst sie frei gelegt hatten. Diese Splitterbombe hätte alles im Umkreis von 1 km zerstört, vernichtet. Jahrelang haben unsere Pferde auf der Weide gegrast, sind unsere Hunde darüber getollt. Es wird noch ca. 100 Jahre dauern, bis alle Blindgänger auf deutschem Boden entschärft sind, wenn man denn jemals alle aufspürt. Und so wird man von der Vergangenheit wieder eingeholt....67 Jahre nach Ende des Krieges.


 Vor dem Bombenfund
 Unsere ahnungslose Otti
 Die Bombe mit ihrer tödlichen Fracht
 Gut konserviert im Lehm


Unser Opernhaus in Dortmund

Euch allen ein friedliches, gesundes Jahr 2013.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter...

...und nicht Stille Nacht oder Süßer die Glocken nie klingen, war das Lieblingsweihnachtslied meiner Großmutter. Es war immer das erste Lied, das wir am Heiligen Abend gesungen haben. Vielleicht weil dieser immergrüne Tannenbaum ein Symbol der Hoffnung war, für eine Generation, die 2 Weltkriege miterlebt hat. Nichts vergeht, alles blüht wieder neu auf. Früher war es meist eine pieksende Fichte. Sie verströmte ihren herrlichen Duft war jedoch nicht ohne Tücken, so wie es kaum eine Rose ohne Dornen (Stacheln) gibt. Unser Baum des Jahres ist daher ein "Nordmännchen", herrlich pieksfrei, allerdings nur von schwachem Duft. Mit Wehmut denke ich schon daran unseren Baum abzuschmücken, jedes Jahr ein trauriger Moment, aber jetzt darf ich noch genießen.

 Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen, wie glänzt er festlich, lieb und mild...

 Mr.Momo wartet auf´s Christkind
 Ich liebe Pilze
Die Weihnachtsbäckerei hat geschlossen

Ich wünsche Euch allen noch einen geruhsamen 2. Weihnachtsfeiertag.

Montag, 24. Dezember 2012

Have yourself a merry little christmas...

Ihr Lieben, wo immer Ihr auch seid, ich wünsche Euch von Herzen ein besinnliches, schönes Weihnachtsfest, eine Zeit voller kleiner Wunder und Liebe. 
Der Baum ist geschmückt, die Gans brutzelt im Ofen, der Tisch ist gedeckt - wir warten auf´s Christkind!

Meine Gedanken gelten heute Abend all denjenigen, die nicht mit Ihren Lieben Weihnachten feiern können, aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht spüren sie dennoch etwas vom Zauber dieser besonderen Nacht.




Liebe Susa, du lieb-verrücktes Hühnchen, dein Packerl liegt unterm Weihnachtsbaum und wartet auch auf´s Glöckchen des Christkindes. Bei Euch sollen ja 20 Grad sein, oh Palmenbaum kann man da fast schon sagen.Ein schönes Fest für dich und deine Lieben und vielen lieben Dank, die Babsi.

Dear Sarah,
my british surprise parcel is under the tree and waits for the Christkind. Thank´s so much, have a wonderful christmas with your family, the children, Daisy and Twinkle, twinkle little star...I think of you!
Warmly Babsi

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Im Verhältnis gesehen....

Wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Seelen zählendes Dorf reduzieren könnte und dabei die Proportionen, aller auf der Welt lebenden Völker beibehalten würde, wäre dieses Dorf folgendermaßen zusammengesetzt:
- 57 Asiaten
- 21 Europäer
- 14 Amerikaner (Nord-, Zentral- und Südamerikaner)
- 8 Afrikaner
Es gäbe:
- 52 Frauen und 48 Männer
- 30 Weiße und 70 nicht Weiße
- 30 Christen und 70 nicht Christen
- 89 Heterosexuelle und 11 Homosexuelle
- 6 Personen besäßen 59 % des gesamten Reichtums und alle kämen aus den USA
- 80 lebten in maroden Häusern
- 70 wären Analphabeten
- 50 würden an Unterernährung leiden
- 1 wäre dabei zu sterben
- 1 wäre dabei geboren zu werden
- 1 besäße einen Computer
- 1 hätte einen Universitätsabschluss

Wenn man die Welt auf diese Weise betrachtet, wird das Bedürfnis nach Akzeptanz und Verständnis offensichtlich.
Du solltest auch folgendes bedenken:
Wenn du heute Morgen aufgestanden bist und eher gesund als krank warst, hast du ein besseres Los gezogen als die Millionen Menschen, die die nächste Woche nicht mehr erleben werden.
Wenn du noch nie in der Gefahr einer Schlacht, in der Einsamkeit der Gefangenschaft, im Todeskampf der Folterung oder im Schraubstock des Hungers warst, geht es dir besser als 500 Millionen Menschen.

Wenn du zur Kirche gehen kannst ohne Angst haben zu müssen bedroht, gefoltert oder getötet zu werden, hast du mehr Glück als 3 Milliarden Menschen.

Wenn du Essen im Kühlschrank, Kleider am Leib, ein Dach über dem Kopf und einen Platz zum Schlafen hast, bist du reicher als 75 % der Menschen dieser Erde.

Wenn du Geld auf der Bank, in deinem Portemonnaie und im Sparschwein hast, gehörst du zu den privilegiertesten 8 % dieser Welt.

Wenn deine Eltern noch leben und immer noch verheiratet sind, bist du schon eine Rarität.

Wenn du das liest, bist du direkt zweifach gesegnet:
Zum einen weil jemand an dich gedacht hat, und zum anderen weil du nicht zu den 2 Milliarden Menschen gehörst, die nicht lesen können.

Ich muß das wohl nicht weiter kommentieren!

Freitag, 14. Dezember 2012

Eine Stimme wie ein Engel - Andreas Scholl Countertenor

Ein Leben ohne klassische Musik kann ich mir nicht vorstellen. Sie gehört zu mir wie meine Arme, meine Beine. Schon als Kind nahm mich meine Großmutter mit in Konzerte, Opern. Mit 6 Jahren sah ich zum ersten Mal Humperdincks "Hänsel und Gretel", mit 12 Jahren meine erste Mozart Oper "Cosi fan tutte", ein Erlebnis. Keine andere Musikrichtung berührt die Seele so sehr als die Klassik, sie vermag alles auszudrücken.
Ich habe hier eine Arie aus Georg Friedrich Händels Oper Alcina  gewählt, gesungen von dem wunderbaren Countertenor Andreas Scholl, verdi prati - grüne Wiesen. Könnten Engel singen, sie hätten eine solche Stimme! Augen zu und genießen.





Georg Friedrich Händel
1685 - 1759


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Der literarische Adventskalender - 13. Dezember

Hinter dem 13ten Kalendertürchen hat sich heute eines der schönsten, deutschen Weihnachtsgedichte versteckt:
Joseph Freiherr von Eichendorff´s "Weihnachten"


 Dresden Frauenkirche
 Lübecker Holstentor
 Würzburg Alte Mainbrücke
 Hamburg Speicherstadt
Verschneites Salzburg 
Münster Prinzipalmarkt

Speziell für die liebe Sarah "Down by the sea"
Bielefeld im Winter von der Sparrenburg fotografiert

Weihnachten

Markt und Straßen steh´n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh´n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus in´s freie Feld,
hehres Glänzen, heil´ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
Steigt´s wie wunderbares Singen - 
o du gnadenreiche Zeit!

Joseph Freiherr von Eichendorff
1788-1857




Mittwoch, 12. Dezember 2012

Let it snow!

Herrlich, der erste Schnee ist da! Wir haben diesen schönen Wintertag genutzt und eine Wanderung durch unseren kleinen Wald gemacht. Ruhe und friedliche Stille,frische Spuren der Rehe im Schnee...


 Schnell nach Hause

 Schneengel
 Bizarre Bäume
Sonnenuntergang